Verschoben: Dichtung und Wahrheit auf Schloss Bürresheim

19.06.2020

18:00 Uhr

„Krieg und Frieden zwischen Frankreich und Deutschland - Die Jahre 1870 bis 2020 und ihre Bedeutung für Europa“

Vortrag mit Prof. Dr. Henri Menudier, Universität III. Sorbonne Nouvelle, Paris

 

 Nach dem preußisch-französischen Krieg 1870/71 entstand das, was als „Erbfeindschaft“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Auch im ersten und zweiten Weltkrieg kämpften unsere Völker gegeneinander. In 75 Jahren hatten somit drei Kriege stattgefunden mit Millionen Toten auf beiden Seiten, in drei aufeinander folgenden Generationen. Angesichts einer solchen Ausgangslage musste jeder Gedanke einer Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich als reine Utopie erscheinen.

Die sog. Europaerklärung des in Luxemburg geborenen, französischen Außenministers Robert Schumann vom 09. Mai 1950 brachte die Wende. Schon zuvor hatte es zaghafte Versuche einer Aussöhnung in Form von Städtepartnerschaften in beiden Ländern gegeben. Der Durchbruch kam 1962 als der damalige Präsident Frankreichs Charles de Gaulles bei seinem Deutschland Besuch in Ludwigsburg junge Deutsche Kinder eines großen Volkes nannte. Am 22. Januar 1963 wurde der sogenannte Elysee-Vertrag geschlossen. Er ist als deutsch-französischer Freundschaftsvertrag in die Geschichte eingegangen.
Seine Ziele waren und sind: Aussöhnung, Freundschaft, Solidarität und Zusammenarbeit in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik!

Seit dieser Zeit ist Vieles geschehen, auch manche Dinge, vor allem in jüngster Zeit, die jedem Sorge bereiten sollten. Der jetzige Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron hat in einer Rede vom September 2017 eine „Neugründung Europas“ gefordert. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel steht nicht immer auf seiner Seite. Die europäische Gemeinschaft ist in ihrer Gesamtheit zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Autoritäre Regime und maßgebliche Populisten sind stärker geworden.
Zum Teil werden die Werte der Europäischen Union öffentlich in Frage gestellt.

Über alle diese Probleme wird Prof. Dr. Henri Menudier von der Universität Paris III. Sorbonne Nouvelle am 19. Juni 2020 auf Schloss Bürresheim sprechen.
Er ist einer der führenden Deutschlandexperten Frankreichs. An vielen Gipfeltreffen der Politiker hat er selbst teilgenommen. Er ist der anerkannte Fachmann für die deutsch-französischen Beziehungen.

Wegen des begrenzten Platzangebots im Ahnensaal ist eine Anmeldung erforderlich unter 0261/6675-1535 bzw. carmen.butenschoen(at)gdke.rlp.de

Eintritt: frei

"Dichtung und Wahrheit auf Schloss Bürresheim" ist eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe, die von der Kreissparkasse Mayen und der Volksbank RheinAhrEifel eG unterstützt wird.

Ort: Schloss Bürresheim, Ahnensaal

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